This page has not been translated yet. The original contents will be shown instead, located here: https://www.chemcologne.de/aktuelles/detail/news/18-jaehrige-duesseldorferin-wird-chefin-im-krefelder-chempark.html

18-Jährige Düsseldorferin wird Chefin im Krefelder Chempark

Bis gestern noch genoss Enrica Schmidt, Schülerin des Goethe-Gymnasiums in Düsseldorf, die Sommerferien. Am Freitag, 26. Juli 2019, unterschied sich ihr Tagesablauf jedoch drastisch vom normalen Ferienalltag. Plötzlich war die 18-Jährige verantwortlich für ein großes Mitarbeiterteam, die Anlagentechnik der Kraftwerke und über 530 Grad heißen Dampf. Denn sie übernahm von Dr. Ulrich Lohmann für einen Tag die Leitung der zwei Currenta-Kraftwerke im Chemiepark Krefeld-Uerdingen. Ohne Studium übersprang sie den herkömmlichen Karriereweg in der chemischen Industrie und nahm direkt auf dem Betriebsleitersessel Platz. Möglich wurde das durch die Aktion „Meine Position ist spitze!“ des Chemie-Netzwerks ChemCologne, bei der Schülerinnen und Schüler für einen Tag Führungspositionen in der chemischen Industrie kennenlernen dürfen.

Ulrich Lohmann, Leiter der Kraftwerke am Chempark-Standort Krefeld-Uerdingen, hatte dank der Schülerin kurzzeitig einen etwas entspannteren Tag und freute sich über die Aktion: „Nachwuchsförderung ist für uns ein wichtiges Anliegen. Und diese Aktion bringt zudem allen Beteiligten einen großen Mehrwert. Frau Schmidt bekommt einen umfassenden Einblick in den Tagesablauf einer Führungskraft und einen Überblick über die Abläufe in einem Kraftwerk. Gleichzeitig bietet `Meine Position ist spitze!‘uns die Möglichkeit, Interesse für einen Beruf in der chemischen Industrie zu wecken.“

Nach einer Einführung in Organisation des Betriebs und die Kraftwerkstechnik – wie Erzeugung und Steuerung –, widmete sich Enrica Schmidt umgehend ihren neuen Aufgaben. Ein Sicherheitsrundgang mit der Sicherheitsbeauftragten, dem Betriebsmeister und Schichtmeister stand auf dem Programm. Anschließend wurde es hektisch: Die Werkfeuerwehr rückte zu einer Betriebsübung an. Im Rahmen der Übung kam die Feuerwehr zu einem Brandmeldealarm, sperrte den Bereich, erkundete ihn und gab diesen anschließend wieder für den Betrieb frei. Auch im weiteren Tagesverlauf jagte ein Termin den nächsten: Neben Besprechungen auch die Erkundung des Kraftwerks und der Technik.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es im Kraftwerk so viele spannende Dinge zu entdecken gibt. Begeistert hat mich das Teamwork – ohne die Mitarbeiter ist man als Chef hier völlig aufgeschmissen“, sagte Schmidt während eines abschließenden Fototermins vor Vertretern der Lokalpresse.