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17-jährige Schülerin wird Feuerwehr-Chefin

Vorgestern erst aus dem Thailandurlaub zurückgekommen und jetzt auf dem Chefsessel: Am Dienstag, 20. August 2019, wechselte Amelie Reuter vom Ferienmodus an die Spitze der Werkfeuerwehr im Chempark Dormagen. Plötzlich war die 17-jährige Gymnasiastin verantwortlich für Tanklöschfahrzeuge, Teleskopmastbühnen und die ganze Brandschutztruppe.

Für einen Tag übernahm sie den Job von Wehrleiter Oliver Krause. Ohne Abitur oder ein abgeschlossenes Studium übersprang sie den herkömmlichen Karriereweg in der chemischen Industrie und übernahm direkt die Führung der Mannschaft. Möglich wurde das durch die Aktion „Meine Position ist spitze!“ des Chemie-Netzwerks ChemCologne, bei der Schülerinnen und Schüler für einen Tag Führungspositionen in der chemischen Industrie kennenlernen dürfen.

Krause, Leiter der Feuerwehr im Dormagener Werk, hatte so einen etwas entspannteren Tag und freut sich über seine „Auswechselspielerin“: „Nachwuchsförderung ist uns ein wichtiges Anliegen. Und diese Aktion bringt für alle einen großen Mehrwert. Amelie Reuter bekommt einen umfassenden Einblick in den Tagesablauf einer Führungskraft im Brandschutz und die Besonderheiten bei der Werkfeuerwehr des Chempark. Gleichzeit haben wir die Chance, Lust auf einen Beruf in der chemischen Industrie zu wecken. Riesengroßes naturwissenschaftliches Interesse und die Neugier auf alles, was hier im Werk passiert, sind bei unserer Interims-Chefin auf alle Fälle schon da.“

Nach dem morgendlichen Antreten in der Fahrzeughalle und der offiziellen Wachablösung des bisherigen Amtsinhabers durch die 17-jährige Schülerin vom Kölner Georg-Büchner-Gymnasium widmete Reuter sich umgehend ihren neuen Aufgaben. Ein Termin jagte den nächsten: Nach Fahrzeugkontrolle und Dienstplanung startete gleich eine Übung, bei der der Austritt einer Chemikalie simuliert wurde und die Nachwuchsfeuerwehrfrau ihre Mannschaft beaufsichtigte. Danach ging es mit der Hubrettungsbühne auf 42 Meter Höhe. Aus dieser Perspektive gewann die Gymnasiastin einen umfassenden Überblick auf den Chempark. Anschließend ging sie an Bord des Löschbootes und lernte ihr Einsatzgebiet auch noch von der Wasserseite kennen.

„Richtig spannend fand ich die Feuerwehrübung in einem der Chemiebetriebe. Beindruckt hat mich hier, wie schnell die Einsatzkräfte vor Ort sind, die Lage erfassen und ihre Maßnahmen starten. Am meisten Spaß hat mir aber die Fahrt auf dem Löschboot gemacht. Hier habe ich sicherlich eine der außergewöhnlichsten Seiten der Feuerwehr erlebt und durfte sogar den Wasserwerfer bedienen“, beschreibt Reuter die Highlights ihres Tages. Während der Übung genauso wie den Rest des Tages fühlte sich die Gymnasiastin gut aufgehoben. „Meinen vollen Respekt an alle Werkfeuerwehrleute! Besonders begeistert hat mich der Mannschaftsgeist – ohne Teamwork geht hier nichts“, so das Fazit der Chefin für einen Tag.