PCC plant Ansiedlung am Evonik-Standort in Lülsdorf

Die PCC SE prüft den Bau mehrerer Produktionsanlagen am Standort Lülsdorf. Das Projekt umfasst Anlagen zur Herstellung von Ethylenoxid und Folgeprodukten, deren CO2-Emissionen klimafreundlich zurückgewonnen und weiterverarbeitet werden. Dazu führt das inhabergeführte Unternehmen mit Sitz in Duisburg derzeit intensive Gespräche mit der Evonik Industries AG, die den Standort in Lülsdorf betreibt, sowie mit der Stadt Niederkassel und den zuständigen Behörden. Laut aktuellen Planungen der PCC könnten durch die neuen Anlagen bis zu 200 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von voraussichtlich über 500 Millionen Euro würde einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Traditionsstandorts Lülsdorf und der Region leisten.

„Das Projekt ist Teil unserer internationalen Wachstumsstrategie. Zugleich stärken wir den Standort Lülsdorf, der mit seiner langjährigen Chemietradition und seiner Infrastruktur in der derzeitigen Prüfungsphase unser Favorit für das Projekt ist“, erklärt Waldemar Preussner, Gründer und Verwaltungsratsvorsitzender der PCC SE. Kern des Projektsist der Bau einer Anlage zur Herstellung von hochreinem Ethylenoxid (EO). Diese Grundchemikalie dient unter anderem zur Produktion von Tensiden, etwa für Körperpflegeprodukte, Reinigungs-und Waschmittel, und ist ein Ausgangsstoffzur Herstellung von Polyolen für die Produktion von Polyurethan(PU)-Schaumstoffen,etwa für die Möbel-und Automobilindustrie. Zudem ist das EO-Folgeprodukt Ethylencarbonat ein wichtiges Vorprodukt für Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in Elektroautos eingebaut werden. „Wir wollen mit unserem Projekt in Lülsdorf auch das Zukunftsthema Elektromobilität voranbringen“, erläutert Preussner. In der geplanten Ethylencarbonat-Anlage solldas aus der EO-Produktionrückgewonnene CO2 als Rohstoff eingesetztwerden, was die Klimabilanz des Projektsverbessert. Die CO2-Rückgewinnungsanlage soll rund 80 Prozent des bei der EO-Produktion entstehenden CO2 binden, das daher nicht in die Atmosphäre gelangt.

Für den gesamten Anlagenkomplex geht die PCC aktuellvon einem Investitionsvolumenvon über 500 Millionen Euro aus. Durch den Anlagenbetrieb würden in Lülsdorf direkt rund 120 neue Arbeitsplätze dauerhaft entstehen. Darüber hinaus würde der Standort für eine Ansiedlung für zusätzliche weiterverarbeitende Unternehmen attraktiv. So könnte sich der Stellenzuwachs auf bis zu 200 erhöhen. Hierzu führt der Evonik-Standortleiter Dr. Arndt Selbach aus: „Die PCC ist ein verlässlicher Partner, mit dem Evonik seit mehreren Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Wir haben ein gemeinsames Interesse und unterstützen das Vorhaben sehr, da wir die große Chance für den Standort Lülsdorf sehen.“

Quelle: www.pcc-luelsdorf.de/pressemitteilung-pcc-plant-ansiedlung-am-evonik-standort-in-luelsdorf/