Knotenpunkt für das Heben und Senken in der ChemCologne-Region

Netzwerktreffen am DUSS-Terminal Köln-Eifeltor

Wahrscheinlich ist jeder Rheinländer schon einmal staunend daran vorbeigefahren: Das DUSS-Terminal Köln-Eifeltor an der A4 ist eine der wichtigsten Umschlageinrichtungen des Kombinierten Verkehrs. Am 23. März fand das ChemCologne-Netzwerktreffen auf dem Gelände der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) statt. ChemCologne-Geschäftsführer Daniel Wauben: „Das DUSS-Terminal Köln Eifeltor ist ein wichtiger Knotenpunkt für die Chemielogistik im Rheinland.“

Hans Pieper, Geschäftsführer der DUSS, begrüßte die Gäste: „Wir haben bereits viele Geschäftskontakte mit der chemischen Industrie, und ich möchte mit Ihnen noch tiefer in einen Dialog eintreten. Infrastruktureinrichtungen müssen aufgrund der langen Genehmigungsverfahren vorausschauend geplant werden.“

Die DUSS mbH wurde 1982 gegründet. Im Zuge der Privatisierung hat die Deutsche Bahn die Gesellschaft 2003 mit der Betriebsführung sämtlicher DB-Netz-Terminals – heute 23 Standorte in Deutschland – beauftragt. Das Unternehmen hat 550 Mitarbeiter, die jährlich 2,1 Millionen Ladeeinheiten umschlagen und 61 Millionen Euro Umsatz generieren. Pieper: „Geschäftsinhalt der DUSS ist der Umschlag, also das „Heben und Senken“, der Verkehrsträgerwechsel zwischen Schiene und Straße sowie Schiene und Schiene und an einigen Standorten auch auf das Wasser. Ziel ist, den Schnittstellenwechsel so schnell und sicher wie möglich für das System Kombinierter Verkehr sicherzustellen.“

„Köln-Eifeltor und Duisburg sind die Standorte mit dem größten Chemieanteil“, erläutert Pieper. Mit 300.000 Quadratmetern und der Realisierung eines dritten Moduls  2011 ist am Standort Köln-Eifeltor die Fläche ausgereizt. Pieper: „Die Zeiten der Lkw-Anlieferung und der Abfahrt der Züge passen heute nicht mehr zusammen, weshalb die Pufferfunktion des Terminals sehr stark ausgeschöpft werden muss. Da eine Erweiterung nicht mehr möglich ist, muss die Terminalkapazität besser ausgenutzt werden.“ Günstig sei da, dass die Chemieindustrie – im Gegensatz zu anderen Branchen – in der Regel bereits rund um die Uhr lade. Des Weiteren wünscht sich Pieper, dass die Verlader stärkeren Wert auf gut ausgebildete Fahrer legen.

Bei der anschließenden Führung konnten die Teilnehmer des Netzwerktreffens die zwölf Umschlaggleise und acht Krananlagen, auf denen täglich 24 Züge bearbeitet werden, von einer Krananlage aus luftiger Höhe bestaunen.