ChemCologne zu Gast bei... Bayer MaterialScience AG

30 Teilnehmer besuchten das letzte Netzwerktreffen des Jahres bei Bayer MaterialScience. Im CHEMPARK Leverkusen präsentierte das Unternehmen seine Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz.

Neben einem Besuch des Polyurethan-Showrooms stand auch die Besichtigung des zugehörigen Technikums auf dem Plan. Dort konnten die Besucher hautnah die Entstehung von Polyurethan-Schaumstoff erleben, der zum Beispiel in Matratzen und Polstermöbeln zum Einsatz kommt oder aber für die Dämmung von Kühlgeräten und Gebäuden sowie zur Herstellung besonders leichter Fahrzeugteile benötigt wird.

NRW-Standortleiter Dr. Klaus Jaeger informierte die Gäste über Lösungen von Bayer MaterialScience für eine nachhaltige und energieeffiziente Produktion. Als Beispiel führte er unter anderem das Gasphasenverfahren zur TDI-Herstellung an, das in der neuen Anlage in Dormagen bis zu 60 Prozent Energie einsparen wird. Vorbildlich sei auch die innovative Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie, die allein am Standort Krefeld-Uerdingen eine Strom-Ersparnis von 30 bis 50 Prozent bei der besonders energieintensiven Chlorproduktion bringe und durch die der CO2-Ausstoß um bis zu 10.000 Tonnen pro Jahr gesenkt werde. „Energieeffizienz hat bei Bayer MaterialScience eine besonders hohe Priorität“, betonte Jaeger. „Durch verbesserte Produktionsprozesse und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen leistet MaterialScience einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.“

„Wir sind Teil der Lösung, nicht Teil des Problems“


Dr. Rolf Roers von PUR Commercial Operations für die Region Europa führte in die Welt der Polyurethane ein. In seinem Vortrag sprach er über den Beitrag der Produkte zu einer nachhaltigen und energieeffizienten Umwelt. Besonders hoch seien die Energieeinsparpotenziale im Gebäudesektor, für den Bayer MaterialScience wichtige Produkte liefert. Als Beispiel führte er Polyurethan-Schaumstoffe zur Dämmung von Dächern, Fassaden, Innenwänden und Fensterprofilen an.

Dr. Christoph Sievering vom strategischen Energiemanagement bei Basic Chemicals beleuchtete anschließend die deutsche Energiepolitik aus Sicht der Industrie. „Die chemische Industrie ist für einen Teil der Treibhausgasemission verantwortlich, aber unsere Produkte tragen auch zur Einsparung von Energie bei“, sagte Sievering und folgerte: „Wir sind deshalb Teil der Lösung und nicht Teil des Problems.“ Im Zusammenhang mit dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG), das die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz regeln soll, forderte er ein neues dezentrales und marktbasiertes Strommarktdesign, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhalte und Versorgungssicherheit biete.