B2B-Marktplatz für Chemieprodukte

Das jüngste ChemCologne Netzwerktreffen am 7. März 2019 stand ganz im Zeichen der Digitalisierung. Gastgeber CheMondis hat im letzten Jahr seine neuen Büros in der Kölner Innenstadt bezogen. In lockerer Coworking-space Atmosphäre stellte zunächst ChemCologne-Geschäftsführer Daniel Wauben die Vereinsaktivitäten im Bereich der Digitalisierung vor. Anschließend präsentierte CheMondis-CEO Sebastian Brenner den digitalen Marktplatz für Chemieprodukte in Europa.

„Wir brauchen einen technischen und konzeptionellen Wandel beim Handel mit chemischen Produkten“, so Brenner. Denn der stark fragmentierte, europäische Chemiemarkt sei ein Verkäufermarkt mit wenig Transparenz und erheblichen Anstrengungen für die Abnehmer. Anders als beim herkömmlichen Einkauf chemischer Produkte via Telefon, E-Mail oder gar Fax verbindet CheMondis Käufer und Verkäufer über eine digitale Plattform, um den globalen Handel mit chemischen Produkten zu fördern.

Einfache Prozesse, hohe Datenverfügbarkeit, übersichtliche Produktinformationen und eine Kundenerfahrung, die den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts gerecht wird: all das soll das neue System bieten. Aber was unterscheidet CheMondis von anderen Anbietern wie amazon oder ebay? „Wir prüfen als Qualitätsinstanz die Güte von Produkten und Anbietern, sodass letztlich ein rundum zertifiziertes Portfolio über die Plattform angeboten wird“, erläutert Brenner den interessierten ChemCologne-Mitgliedern.

Der Erfolg gibt dem Lanxess-Tochterunternehmen recht: Eineinhalb Monate nach Gründung von CheMondis im Juni 2018 startete die Beta-Version der digitalen B2B-Plattform, gefolgt von der offenen Beta-Version im November. Mittlerweile nutzen die Plattform über 750 Ein- und Verkäufer aus der EU. Rund 350 Unternehmen – 60 Prozent Käufer und 40 Prozent Verkäufer – sowie mehr als 1.300 Produkte wurden bereits erfolgreich in das System eingebunden.