Zahlen und Fakten

Der Kölner Wirtschaftsraum zählt zu den führenden Standorten der chemischen Industrie in Europa. Rund 230 Chemieunternehmen aller Größen und Sparten mit insgesamt etwa 65.000 Beschäftigten haben sich in der Chemie-Region angesiedelt.

Im Jahre 2008 betrug der Umsatz der Chemieindustrie im Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Köln 17,9 Mrd. Euro, dies waren mehr als 30 % des gesamten Chemieumsatzes in Nordrhein-Westfalen oder mehr als 10 % des deutschen Chemieumsatzes. Bei Einbeziehung der angrenzenden Gebiete wird der Einfluss der Chemie noch deutlicher: Mit nahezu 36 Mrd. Euro im Jahre 2008 trug die Gesamtregion, also das Rheinland, fast 62 % zum Gesamtumsatz der chemischen Industrie des Landes bei, dies entspricht mehr als 20 % des gesamten deutschen Chemieumsatzes. Die große Anzahl an Firmen, von den zum Teil hoch spezialisierten kleinen und mittleren Unternehmen bis hin zu den international tätigen Konzernen, nutzen alle die hervorragenden Standortbedingungen:

Zentrale Lage:
Die ChemCologne-Region liegt zentral im wirtschaftlichen Kernbereich der Europäischen Union. In einem Umkreis von 250 km leben nicht nur über 60 Millionen Menschen, auch eine Vielzahl von weiterverarbeitenden Unternehmen fast aller Wertschöpfungsketten haben hier Ihren Sitz und bilden somit einen wichtigen Absatzmarkt für die Chemieindustrie im Großraum Köln. Die wichtigsten europäischen Seehäfen als bedeutende Umschlagplätze für chemische Erzeugnisse lassen sich in kurzer Zeit erreichen.

Optimale Verkehrsanbindung:
Die Chemie-Region liegt an den Schnittstellen internationaler Verkehrsachsen und ist eines der führenden Logistik-Zentren Europas. Dies wird durch das dichte Verkehrsnetz und die exzellente Verknüpfung der Verkehrsträger Schiene, Straße, Wasser und Luft erreicht. Zehn Autobahnen in alle Himmelsrichtungen ermöglichen einen schnellen Transport der Güter über die Straße. Über moderne, multimodale Umschlagseinrichtungen für den kombinierten Ladungsverkehr können chemische Produkte auf die Schiene verladen werden. Deutschlands größtes Güterverkehrszentrum Köln-Eifeltor trägt einen wichtigen Teil dazu bei.

Durch die Lage am Rhein als bedeutendste europäische Wasserstraße sind hervorragende Verbindungen zu den beiden größten europäischen Seehäfen Rotterdam und Antwerpen gegeben. In der Chemie-Region ist der Rhein mit einer Reihe moderner Hafenanlagen erschlossen, darunter die speziell auf die Bedürfnisse der Chemieindustrie zugeschnittenen Anlagen der HGK AG in Köln Godorf und Niehl mit leistungsfähigen Öl- und Gasverladestationen. Zudem liegt mit dem Duisburger Hafen der größte europäische Binnenhafen in unmittelbarer Nähe.

Zahlreiche Spezialanbieter für Chemielogistik haben sich in der Region angesiedelt und sorgen bei hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards für einen reibungslosen Transport der chemischen Produkte. Mit den internationalen Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf verfügt die Chemie-Region zudem über zwei leistungsfähige Luftverkehrsdrehkreuze. Der Flughafen Köln/Bonn ist der zweitgrößte Frachtflughafen der Bundesrepublik Deutschland und der siebtgrößte in ganz Europa.

Dichtes Pipelinenetz:
Die ChemCologne-Region ist an ein internationales Pipeline-System angeschlossen und verfügt über ein einzigartiges Pipelinenetz zwischen den einzelnen Standorten. Mehr als 50 Prozent aller Produkte und Rohstoffe werden umweltfreundlich und ökonomisch sinnvoll durch Pipelines transportiert. Rohöl wird zum Beispiel von den Seehäfen Rotterdam und Wilhelmshaven in die ansässigen Raffinerien befördert. Weitere Produktleitungen versorgen die Region mit Ethylen und Industriegasen.

Kurze Genehmigungszeiten:
In der Chemie-Region treffen die Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Investitionsprojekten auf Behörden, die der chemischen Industrie positiv gegenüber stehen und den Ausbau der Region als Chemie-Standort aktiv unterstützen. Genehmigungsverfahren werden schnell und sachgerecht abgewickelt. Die Bezirksregierung Köln ist als Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde zentraler Ansprechpartner bei der Errichtung industrieller Großanlagen. Damit gewährleistet die Bezirksregierung, dass der Investor alle erforderlichen Genehmigungen „aus einer Hand“ erhält.

Hochqualifizierte Mitarbeiter:
In der ChemCologne-Region können Investoren auf sehr gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter zurückgreifen. Die berufliche Aus- und Weiterbildung hat in der Chemie-Region traditionell einen hohen Stellenwert. Die Chemieunternehmen bieten über 50 verschiedene Berufe an. Zeitgemäße Tarifverträge sowie innovative Möglichkeiten der Personalgestellung eröffnen den Unternehmen vielfältige Möglichkeiten der Personalkostengestaltung.

Kooperative Hochschulen:
Die ChemCologne-Region zählt zu den Gebieten mit der weltweit höchsten Dichte an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen. Sie alle tragen entscheidend dazu bei, Ergebnisse der Grundlagen- und Anwendungsforschung für die Wirtschaft nutzbar zu machen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken. Ein dichtes Netz an Gründer- und Technologiezentren bietet Existenzgründern attraktive Startmöglichkeiten, mittlere und große Unternehmen können hier zusätzliche Innovationspotenziale erschließen.

Hohe Akzeptanz der Bevölkerung:
Die chemische Industrie hat in der Region eine lange Tradition. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts siedelten sich hier zahlreiche Chemieunternehmen an. Heute sichert die chemische Industrie über die gesamte Produktions- und Wertschöpfungskette in der Region über 300.000 Arbeitsplätze. Die chemische Industrie findet daher bei den hier lebenden Menschen eine sehr hohe Akzeptanz. Die Region lebt von und mit der Chemie.