29.03.2011: VIII. ChemCologne Chemieforum – Eine starke Region präsentierte sich
TV-Bericht über das Chemieforum (ausgestrahlt am 15.04.2011 im Wirtschaftsbarometer auf Center.TV)
Hochkarätige Referenten, lebhafte Diskussionen
Unter dem Motto „Die Chem-Cologne Region – mitten in Europa“ trafen sich am 24. März 2011 rund 150 Teilnehmer zum VIII. Chemieforum der Standortinitiative ChemCologne. Neben hochkarätigen Referenten aus Politik, Wirtschaft und Forschung erwartete die Besucher zusätzlich eine interessante Begleitausstellung, in der sich verschiedene regionale Unternehmen, Netzwerke/Cluster und Initiativen aus der chemischen Industrie präsentierten.
Bereits vor Beginn des Vortragsprogramms fanden sich zahlreiche Gäste im Foyer des Leverkusener BayKomms ein, um Informationen an den Ausstellungsständen zu sammeln. Nach der Begrüßung von Dr. Joachim Waldi, Geschäftsführer der CURRENTA GmbH & Co. OHG, richtete Helmut Weihers, Vorsitzender von ChemCologne und Geschäftsleiter der InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG, sein Grußwort an die Teilnehmer. Landeswirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger sprach im Anschluss über die „Bedeutung und Zukunft der Chemieindustrie in Nordrhein-Westfalen“ bevor Dr. Ernst Grigat, Leiter des CHEMPARK Leverkusen, in seinem sehr anschaulichen Vortrag über den Verbund als Erfolgskonzept der Chemie referierte. Die Beantwortung von Fragen aus dem Publikum an die Vortragenden beschloss das Vormittagsprogramm.
Nach dem Mittagessen startete das Programm mit Fred du Plessis, Executive Advisor, Corporate Strategy and Planning der SABIC und Präsident der European Chemical Site Promotion Platform, der in seinem Vortrag die Bildung von Megaclustern in Europa aufzeigte. Zudem verwies er auf die Unterschiede zu den nicht integrierten Megaclustern in Saudi-Arabien. Im Anschluss stellte Prof. Dr. Sternberg, Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie an der Leibniz-Universität Hannover, in seinem Vortrag heraus, dass die Politik großen Einfluss auf die Bildung von Clustern haben kann. Allerdings verwies er auch auf die Gefahr der Stagnation, die nach einer Clusterbildung einsetzen könne. Als letzter Referent vor der Kaffeepause berichtete Dr. Manfred Kircher, Vorsitzender CLIB 2021 - Cluster Industrielle Biotechnologie e.V., über die Zukunftsaussichten der industriellen Biotechnologie und ihre Einsatzmöglichkeiten in den klassischen chemischen Produktionsprozessen.
Die abschließende Podiumsdiskussion leitete Prof. Dr. Susanne Hilger, Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, mit einem Vortrag über die Wirtschaftsgeschichte Nordrhein-Westfalens ein. Unter dem Motto „Industrieregion Rheinland – Auslaufmodell oder Zukunftsvision?“ diskutierten Dr. Andreas Bruns (Zukunft durch Industrie e.V.), Dr. Herbert Ferger (IHK zu Köln), Herbert Reul (MdEP) und Prof. Dr. Uwe Schneidewind (Wuppertal Institut) lebhaft unter anderem über das Thema Planungssicherheit für industrielle Bauvorhaben.
Bei Kölsch und Co. kam das VIII. Chemieforum im Foyer des BayKomm schließlich zum Ende. Viele Teilnehmer nutzten diesen Rahmen als Möglichkeit zur weiteren Vernetzung oder zur Vertiefung der aufgekommenen Diskussionen.
Downloads
Vortrag: Der Verbund - Erfolgskonzepte der Chemie, Dr. Ernst Grigat
Vortrag: Chemical mega clusters in Europe, Fred du Plessis
Vortrag: Cluster Industrielle Biotechnologie 2021 - neuer Schwung für eine etablierte Branche!, Dr. Manfred Kircher








