11.10.2011: ChemCologne zu Gast bei Evonik Industries AG
Etwa 25 Mitglieder erschienen zum letzten ChemCologne-Netzwerktreffen in diesem Jahr. Die Evonik Industries am Standort Wesseling öffnete für unseren Zirkel Ihre Werkstore. ChemCologne-Geschäftsführer Dr. Christian Gabel verwies in seinen einleitenden Worten auf die große Bedeutung regelmäßiger Treffen speziell zu Themen, bei denen alle Mitglieder am selben Strang ziehen sollten, wie zum Beispiel Energieeffizienz oder Umweltschutz. So wird am 26. Oktober auch der erste ChemCologne-Workshop (Thema: Energieeffizienz) stattfinden, dem sukzessive weitere folgen sollen.
Evonik Standortleiter Dr. Gerd Wolter referierte in der Folge im Rahmen seiner Unternehmensvorstellung zunächst zur Historie des 1880 gegründeten und damit ältesten Chemie-Standorts im Umkreis, der es inklusive der Betriebsstätten Bonn und Leverkusen auf 1.200 Mitarbeiter, zirka 1,6 Millionen Tonnen Umschlag und 40.000 Transporte pro Jahr bringt.
Danach demonstrierte Wolter anhand der „Megatrends“ Ressourceneffizienz, Gesundheit und Ernährung sowie Globalisierung die enorme Vielseitigkeit des Evonik Konzerns: Von der Batterietechnologie und E-Mobilität (ab 2012 soll der e-smart von Daimler in Großserie mit „Evonik inside“ produziert werden) bis hin zu weniger Reifen-Widerstand durch die neuartige Silica-Silan-Technologie. Vom Thema Leichtbau (Evonik entwickelt Hochleistungskunststoffe, die klassische Werkstoffe wie Metall oder Glas ersetzen können) bis hin zum Hartschaum ROHACELL, der – verbaut als Sandwichkonstruktion im Verbund mit Carbonfasern – bei Karosserieteilen Gewichtseinsparungen von bis zu 70 Prozent im Vergleich zu Metall ermöglicht. Nicht zu vergessen: PLEXIGLAS, Fotovoltaik, Aminosäuren für die effiziente Tierernährung und maßgeschneiderte Pharmawirkstoffe gegen Krankheiten wie HIV, Tuberkulose oder Diabetes.
Eine informative Werksrundfahrt – inklusive Besteigung der neuen Rückkühlanlage – folgte, bevor Alfred Leufgens, Leiter der Energiebetriebe am Standort, einen interessanten Vortrag zur Entstehung dieser Rückkühlanlage hielt. Durch den Einsatz von glasfaserverstärkten Kunststoffprofilen und einem innovativen Planungsprozess, wird der Betrieb der Rückkühlanlage nunmehr mit einer beträchtlichen Energieeffizienzsteigerung bestritten. Die zahlreichen Fragen wurden nach diesem Vortrag und auch beim anschließenden Get-together intensiv diskutiert.
Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Wolter und seinem Team von der Evonik Industries AG am Standort Wesseling für dieses spannende und sehr informative Netzwerktreffens. Das nächste Netzwerktreffen ist für Anfang 2012 geplant.


