ChemCologne fordert Verbesserung der Infrastruktur

Düsseldorf - Zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der rheinländischen Chemie ist die Verbesserung der Infrastruktur unabdingbar. Nur im Schulterschluss aller Beteiligten aber kann sie erfolgen. Daher ist die Verknüpfung der unterschiedlichen Sichtweisen von Politik und öffentlicher Hand, der chemischen Industrie, der Chemiestandortmanager und -betreiber sowie der Chemielogistikdienstleister ausschlaggebend für den späteren Erfolg. Dies ist ein wesentliches Ergebnis der Studie „Chemielogistik im Rheinland“, die ChemCologne am Mittwoch, 11. Juni 2014, im Düsseldorfer Fritz-Henkel-Haus Vereinsmitgliedern und Pressevertretern vorstellte und die der Vereinsvorstand an NRW-Verkehrsminister Michael Groschek überreichte.

„Diese Studie ist ein Beleg dafür, wie wichtig die Infrastruktur gerade auch für die Chemiebranche in NRW ist. Und sie bekräftigt vor allem meine Forderung, mehr Geld in den Erhalt unserer Verkehrswege zu investieren. Die Zeit der reinen Spatenstich-Politik ist endgültig vorbei.  Wenn wir unseren Wohlstand und unsere Wirtschaftskraft nicht gefährden wollen, dann müssen wir unsere Verkehrswege in Schuss halten. Die ChemCologne-Studie unterstreicht unsere Position: Es geht nicht darum, neue Ortsumgehungen zu bauen, sondern wir müssen jetzt vor allem Deutschland reparieren“, betonte Groschek bei der Übergabe der Studie.

Auch Dr. Ernst Grigat, Vorstandsvorsitzender der ChemCologne, unterstrich die Notwendigkeit einer gut funktionierenden Infrastruktur als Voraussetzung für alle Geschäftsaktivitäten; der hohe Aufwand für die Fertigstellung der 59-seitigen Studie sei daher völlig gerechtfertigt. „ChemCologne repräsentiert nahezu die gesamte chemische Industrie im Rheinland. Als Europas stärkste Chemieregion ist es uns ein wichtiges Anliegen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Chemielogistik mit einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur als Rückgrat ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für unsere Branche“, so Dr. Grigat.

Als Ende 2012 aufgrund von Schäden die Leverkusener Autobahnbrücke für den Lastverkehr über 3,5 t zeitweise gesperrt werden musste, wurden viele Auftraggeber und Spediteure vor große Probleme gestellt. Die Diskussionen rund um die vielfach marode Infrastruktur im Köln-Düsseldorfer Raum machten schnell klar, dass es keine verlässlichen Daten und Fakten zu den besonderen Bedürfnissen der chemischen Industrie in Bezug auf logistische Anforderungen gibt. So entstand die Idee, eine Studie zu erarbeiten, wobei Knotenpunkte und Engpässe unter Betrachtung aller Verkehrsträger aufgezeigt werden sollten. Untersucht werden sollten sowohl die Produzentenseite als auch die Anforderungen an die Logistikdienstleister und deren Kapazitäten.  

„Für das Rheinland haben wir das Problem mit Hilfe der Studie detailliert auflösen können. Wir haben nun einen sehr guten Einblick auf Chemielogistik-Angebot und -Nachfrage sowie die Verkehrsverflechtungen unserer Chemie-Region“, erläuterte der stellvertretende ChemCologne-Vorstandsvorsitzende, Dr. Clemens Mittelviefhaus, zufrieden.

Die Studie "Chemielogistik im Rheinland" können Sie hier online bestellen.