Alexa Krause (17): Aus dem Ferienalltag in die Leitung des Umweltanalyselabors

Alexa Krause, Chef der Umweltanalytik für einen Tag mit einer eingefärbten Wasserprobe im Labor.

Bis gestern noch genoss Alexa Krause, Schülerin der des Gymnasium Rheinkamp in Moers, die Sommerferien. Am Donnerstag, 27. Juli 2017, unterschied sich ihr Tagesablauf jedoch drastisch vom normalen Ferienalltag. Plötzlich war die 17-Jährige verantwortlich für die Umweltanalytik des Chempark Krefeld-Uerdingen, ein großes Mitarbeiterteam und über 10 000 Analysenergebnisse pro Jahr, denn sie übernahm von Horst Schmidt für einen Tag die Leitung der Umweltanalytik.

Ohne Abitur oder ein abgeschlossenes Studium übersprang sie den herkömmlichen Karriereweg in der chemischen Industrie und nahm direkt auf dem Betriebsleitersessel Platz. Möglich wurde das durch die Aktion „Meine Position ist spitze!“ des Chemie-Netzwerks ChemCologne, bei der Schülerinnen und Schüler für einen Tag Führungspositionen in der chemischen Industrie kennenlernen dürfen.

„Die chemische Industrie ist für junge Frauen auf den ersten Blick vielleicht nicht die attraktivste Branche. Wir hoffen, Alexa Krause zeigen zu können, wie aufregend und vielschichtig ein Arbeitsalltag bei uns als Laborleiterin ist“ erklärt Horst Schmidt, Fachgebietsleiter Umweltanalytik.

Nach der morgendlichen Frühbesprechung und offizieller Schlüsselübergabe durch den bisherigen Amtsinhaber an die Jungmanagerin Krause widmete diese sich umgehend ihren neuen Aufgaben. Ein Termin jagte den nächsten. Neben einer Projektbesprechung zur Analyse von Umweltschadstoffen, leitete Krause ein Teammeeting zu tagesaktuellen Aufgaben der Umweltanalyse im Chempark. Des Weiteren war sie Teil einer Gefährdungsbeurteilung, wo Krause, gemeinsam mit Kollegen aus verschiedenen Fachabteilungen, die Risiken von unterschiedlichen analytischen Methoden bewertete.
„Es ist spannend mitzuerleben, wie viele verschiedene Aufgaben ein Labor in der Umweltanalytik hat. Durch meinen heutigen Tag sehe ich den Chempark mit ganz anderen Augen. Auch nach der Schule kann ich mir sehr gut vorstellen zu Currenta zurückzukehren“, sagt Alexa Krause beim abschließenden Fototermin vor Vertretern der Lokalpresse.